Kategorie: Mulchmaterial

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Gründünger oder Zwischenfrucht ?

Begriffe

Ich habe es an anderen Stellen im Blog schon erwähnt. Ich finde beide deutschen Begriffe nicht so treffend wie cover crops aus dem englischen Sprachraum. Düngen im eigentlichen Sinne stimmt ja nur für ganz wenige Arten der eingesetzten Pflanzen. Bei machen hängt es dann auch noch am Vorhandensein der passenden Mikroorganismen, ob dann die Knöllchen wachsen können.

Viel wichtiger als das Sammeln von Luftstickstoff ist die Bodenbelebung und Lockerung durch den Wurzelraum. Wenn die enstehende Pflanzenmasse als Mulch auf dem Beet bleibt, dann entsteht auch kein Nährstoffverlust !

Wer mir nicht glauben will ;) , der geht halt zu Netto  – ähh – dieser Video Sammlung und dem Prediger (Ray Archuleta).

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Waldstaudenroggen

Das Material

Waldstaudenroggen kann als Mulchmaterial auf sonst freien Flächen angebaut werden. Er wächst sehr dominant und verdrängt damit alle lästige Konkurrenz. Will man die Fläche nicht dauerhaft (2-3 Jahre) mit Waldstaudenroggen nutzen, dann muss man zum gegebenen Zeitpunkt wieder entfernen. Er ist grundsätzlich mehrjährig und damit frosthart. Diese Eigenschaft macht ihn zum idealen Überwinterungsschutz. Statt einer kurzfristigen Frostgare lieber die richtige Bodengare über die Wurzeln erzeugen lassen.

Als weitere Namen für diese Roggensorte sind bekannt: Johannisroggen, Urroggen, Sibirisches Urgetreide, Sibirischer Roggen, Sibirisches Urkorn.

Vorteile

  • dominant mehrjährig (2-3 Jahre) und frostharter Gründünger im Sinne der Bodenlockerung durch die Belebung des Wurzelraumes
  • kann das ganze Jahr über ausgesät werden und keimt rasch. Je nach Temperatur und Feuchtigkeit in 4-8 Tagen
  • kann frisch oder als Heu Mulch verwendet werden
  • keine „Gefahr“ der Verschleppung von Samen wie bei getrocknetem Wiesenheu
  • getrocknet entsteht ein Heu das an Holzwolle erinnert und durch Regen nicht zusammenfällt wie getrockneter Rasenschnitt
  • kann mit den Rasenmäher als Heißkompostmaterial gemäht werden. Liefert aber weniger Energie als reiner Rasenschnitt.
  • ist extrem resistent gegen Trockenheit
  • wenn man die Bildung von Fruchtständen zuläßt (Bestockung) dann kann man Langstroh oder eben auch Saat gewinnen.

Nachteile

  • Ich habe noch keine entdecken können !
  • vielleicht ist das gezielte Entfernen etwas aufwendig. Aber mit der Verwendung der Doppelgrabegabel ist das eine leichte Sache.

Beschaffung

Nur über den eigenen Anbau auf sonst freien Flächen.

Transport

Als Samen :) oder das Heu in Säcken. Gewicht vernachlässigbar.

Anwendung

Siehe Auflistung der Vorteile. Weitere Bilder finden Sie in einem Betrag hier

Verträglich- / Unverträglichkeiten

Unverträglichkeiten habe ich noch nicht entdecken können.

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Kommentare deaktiviert für Waldstaudenroggen Veröffentlicht unter Schlagworte:

Waldstaudenroggen – Multitalent

Wenn man seinen Boden mit organischer Masse bedecken will, dann ist die Materialfrage die zentrale Problematik. Welches Material bekommt man woher ?
Mit der Pflanze Waldstaudenroggen kann man die Problematik in mehrfacher Hinsicht lösen. Weitere Namen für dieses Roggensorte sind: Johannisroggen, Urroggen, Sibirisches Urgetreide, Sibirischer Roggen, Sibirisches Urkorn.

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Die Mulchwurst

Der TIPP

Danke Monika, da der Tip zum Video von Dir kam ! (…und ähh – kein Aprilscherz auch wenn es das Datum nahelegt !)
Ich bin nicht im entferntesten auf die Idee gekommen Wiesenschnitt in dieser Art zu verarbeiten und als Mulch zu nutzen. Die Rolltechnik nehme ich sonst nur beim Schreddern mit dem Arme-Leute-Häcksler. Da wird die Wurst aus dem losen Material gerollt und dann klein gehackt.
Als Wurst sieht das interessant aus. Muss ich mit dem nächsten Wiesenschnitt mal ausprobieren. Wird bestimmt ein wenig Training mit der Rolltechnik bedeuten.

Der große Google liefert nur sehr wenige, weitere Treffer. Einer führt zu einem Beitrag des Erfinders der Mulchwurst Wolfgang Scheibe

Pflanzenmasse

PflanzenmasseMulch

Das Material

Eigentlich könnte man sagen, alles was auf den Beeten steht und nicht weiter benötigt wird, kann durch herausziehen & liegen lassen zu Mulchmaterial werden. In der Regel wird das aber keine ausreichende Menge und damit Deckschicht bringen.
Die Ausnahme von der Regel ist auf dem obersten Bild zu erkennen. Hier handelt es sich um die Pflanzenmasse welche auf der Fläche stand, bevor ich der Hügelbeet mit dem Inhalt eines Komposters aufgefrischt habe. Zu 70% war es ausgetriebener Feldsalat und der Rest alle Arten von Wildkräutern. Ich habe sie mit einem Brotmesser (lange, gewellte Klinge) flach über dem Boden abgeschnitten und dann nur aufgelegt – fertig.

Vorteile

  • (fast) jede Pflanzenmasse kann verwendet werden
  • die Methode herausziehen & liegen lassen erspart das Wegräumen
  • schnelles Recycling der Nährstoffe
  • hat alle Vorteile die Mulchen eben mit sich bringt
  • ist attraktiver für Zersetzer weil weniger holzig als trockene Materialien

Nachteile

  • sieht im traditionellen Sinne unordentlich aus
  • Konkurrenz zur Biomasse für die Kompostierung
  • sonst ???

Beschaffung

Man kann gezielt Pflanzenarten für die Verwendung als Mulch anbauen. Klassiker dafür sind Beinwell, Brennnessel und Topinambur. Wie immer muss ein breites Spektrum an verschiedenen Pflanzenarten Ziel sein. Und alles vor der Samenbildung bitte !
Verwendbar sind auch Blütenblätter, wenn sie in ausreichender Menge anfallen. Robinien sind ein guter Lieferant dafür.

Transport

Entfällt u.U.

Anwendung

PrinzipLiegenlassen
Vogelmiere einfach auf dem Heu liegen lassen

Pflanze aus dem Boden ziehen oder nur über dem Boden abschneiden. Hängt von der Art ab, ob ein Wiederaustrieb zu erwarten ist. Außerdem können die verbleibenden Wurzeln im Stil von Gründünger die Bodenstruktur verbessern. Wieviel in das Zerkleinern investiert werden muss, hängt auch wieder von der Art und der persönlichen Einstellung ab. Darf nicht durch den Wind weggetragen werden.

Verträglich- / Unverträglichkeiten

Mache Pflanzen bringen besondere Mineralien bevorzugt mit. Bei Beinwell soll das z.B. Kalium sein. Sonst ist mir noch nicht zur Unverträglichkeit aufgefallen.

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Rasenschnitt

RasenMulchVerziert

Das Material

Wie der Titel nicht anders vermuten lässt, hier geht es um Mulchen mit dem Abfallprodukt beim Rasenmähen. Rasen ist, neben Rindenmulch vermutlich das bekannteste Material. Ich habe ein gespaltenes Verhältnis dazu, es ist aber besser mit Rasenschnitt zu mulchen als überhaupt nicht. Im Foto oben ist noch eine „Verzierung“ mit Kirschblütenblättern zu sehen.

Vorteile

  • uneingeschränkt verfügbar
  • kann frisch oder getrocknet verwendet werden
  • getrocknet gut lagerbar und weniger agressiv hinsichtlich Wärmeentwicklung
  • schnell für die Zersetzer verwertbar –> verrottet schnell
  • kann gut zwischen bestehenden Reihen von kleinen Pflanzen verteilt werden

Nachteile

  • kann sehr leicht überdosiert werden
  • zu geringes Spektrum an verschiedenen Durchmessern
  • bildet sehr schnell eine zu luftdichte Schicht

Beschaffung

Eigenproduktion oder nette aber ahnungslose Nachbarn :)

Transport

Frisch nur kurzzeitig, aber getrocknet einfach in Beuteln

RasenMulchNahaufnahmeAnwendung

Die für mich maximal anwendbare Schichtdicke ist auf dem Bild hier zu erkennen. Selbst wenn es getrocknet schön locker und luftig ausgebracht werden kann. Der nächste Regen oder das Gießen macht die Schicht dann platt. Das ist der Grund warum ich es meistens nur als 2te Schicht auf andere Mulchschichten verteile.

Verträglich- / Unverträglichkeiten

Ich kenne keine, wenn die Schichtdicke stimmt.

Alle Beiträge zu diesem Thema hier im Blog auflisten

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Heu

Header_HeuAuswintern

Das Material:

Im Gegensatz zum frischen Wiesenschnitt ist Heu die getrocknete Variante. Dabei kommt es nicht auf die Qualität als Futtermaterial an. Obwohl es beim Mulchen ja eigentlich auch verfüttern wird, kann schon die Ausgangsqualität „schlecht“ sein.

Vorteile:

  • Durch die Kombination aus Volumen und Gewicht kann es als Schutzschicht gegen wühlende Amseln verwendet werden und so andere, lockerere Mulch-Materialien schützen.
  • Es schützt den Boden beim Gießen gegen Verschlämmen, weil es den Wasserstrahl in kleine Teile trennt und dem Wasser so die Wucht nimmt. Das trifft auch auf die Wirkung von Regen zu !
  • es kann in dicken Schichten verwendet und immer wieder aufgelockert werden. Diese dicken Schichten verhindern den Aufwuchs von allen nicht zu beliebten Pflanzen. (Gegen Giersch hilft das aber auch nicht) Die Heuschicht animiert die unbeliebten Pflanzen relativ flach zu Wurzeln. So können sie leichter entfernt werden.
  • langsames Verrotten sichert lange Wirkung

Nachteile:

  • Wie alle Mulchabdeckungen puffert Heu das Regenwasser. Geringe Regenmengen gehen für die Bewässerung verloren.
  • Gleiches gilt für die Wirkung auf die Bodentemperatur. Hier muss man die Schichten teilweise oder ganz entfernen, wenn der Boden durch die Sonne erwärmt werden soll.
  • Als Rundballen eher nicht für den Kleingarten geeignet
  • Als Abdeckung nicht für feine Nutzpflanzen geeignet. Hier muss man eher durch die Heuschicht pflanzen, als mit Heu drum herum mulchen zu wollen.
  • kann Samen transportieren, die dann keimen und ungewolltes Grün bringen. Wenn man es positiv sehen möchte, ist das dann eine Form der Gründüngung. Nur muss man frühzeitig reagieren und die Pflanzen abdecken oder entfernen.

Beschaffung:

HeuballenAbrollen

  • Ein Material das eigentlich immer zu beschaffen ist.
  • Ist leider immer eine Frage des Preises. Ich bekomme meine Rundballen als Abfall aus der Heuproduktion. Wenn Ballen überlagert oder abgesoffen sind, dann sind sie oft kostenlos. Die Abnahme löst ein Problem beim Vorbesitzer und schaft damit eine klassische win-win Situation :)

Transport:

  • Je nach Verpackungsform eher schwierig. Eigentlich nur mit Anhänger oder durch Anlieferung zu erreichen.

Anwendung:

  • Lokaler Transport mit Schubkarre oder als Bündel mit 3×2 m Abdeckfolien.
  • Verteilung mit der Heu- oder Mistgabel.
  • Schichten bis 25cm Dicke beim Aufbringen. Rutsch durch Eigengewicht und Regen zusammen.
  • Sollte möglichst eine große Bandbreite an Halmdurchmessern bieten. Je besser die Heuqualität im Sinne des Futtermittels ist, umso schlechter ist es als Mulch zu verwenden. Weil es dann schneller und fester zusammen rutschen kann.
  • gut macht sich auch Heu mit einem Anteil Schilf, was bei der Pflege von Feuchtwiesenflächen gelegentlich anfällt. Hier ist von Natur aus die Vielfalt an unterschiedlichen Halmen gegeben.
  • Frische Lieferungen möglichst im Herbst. Dann kann es auf nicht genutzten Flächen im Winter ausgebreitet und so vorbehandelt werden (Feuchte, Frost)
  • sehr viele Beispiele für die Anwendung von Heu finden sich hier im Blog

Unverträglichkeiten:

  • Sind nur durch die mechanischen Eigenschaften gegeben, weil es nicht immer um Pflanzen herum angewendet werden kann.

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