Das 2te Leben der Sektflaschen

Günstiger Zeitpunkt

Gerade ist der jahreszeitlich übliche Anlass für das massenhafte Auftreten von leeren Flaschen aller Art vorüber. Da bietet es sich an, einigen der nun völlig sinnentleerten Geschöpfe, zu einem zweiten Leben zu verhelfen. Die gemeine Sektflasche (rotcaepchii vulgaris) verwende ich seit Jahren als nachhaltiges Gerät zur Lagerung von selbst hergestellten Drogen – Fruchtweinen.

Anwendung

Natürlich auch verwendbar für die unvergorenen Saftvarianten, oder für Tomatensauce ! Gerade für die Lagerung von selbst gemachtem Wein ist das für mich die Alternative zu Weinflaschen und traditionellen Korken. Die bei Sekt üblichen Kunststoffkorken lassen sich sehr gut reinigen und fast unbegrenzt oft wieder zu verwenden. Die einheitliche Größe macht die Lagerung einfach.
Das diese Variante einen nachteiligen Einfluss auf die Qualität der Weine gehabt hat, kann ich nicht feststellen. Einziger Problempunkt ist das Verschließen der Flaschen. Nur mit der Hand in die Flasche drücken macht schon bei 10 Flaschen keinen Spaß mehr. Aber dafür habe ich auch eine Alternative auf Lager, die ich später mal vorstelle.

Reinigung

Um die Flaschen verwenden zu können, mache ich mir die Arbeit die Etikettierung zu entfernen. Aus eigener Erfahrung kann ich die Methode „steter Tropfen höhlt den Stein“ empfehlen. Also jede anfallende Flasche umgehend vom Etikett zu befreien. Das hat den Vorteil, das nicht erst beim Bedarf von leeren Flaschen die Panik ausbricht. Da das Recycling der Flaschen mit wenig Arbeit, Zeit und Umweltverschmutzung verbunden sein sollte, nachfolgend mein Tip zum Vorgehen.

das Etikett ablösen
das Etikett ablösen

Hinweis: Das hier beschriebene Verfahren wende ich bei Flaschen der Sektmarke Rotkäppchen an. Wie das mit anderen Sorten geht kann ich nur vermuten. Ich denke es geht genau in der gleichen Art & Weise.

Schritt 1: die Flasche mit klarem Wasser zeitnah nach der Party ausspülen. Ich verwende kein Spülmittel für das Flascheninnere. Wenn es notwendig sein sollte, verwende ich die Flasche lieber gar nicht erst.
Schritt 2+3: Das obere Etikett ist ein Verbundwerkstoff und kann leicht, nahezu rückstandslos abgelöst werden.
Schritt 4+5: Die Etiketten werden freundlicherweise mit einem wasserlöslichen Kleber verarbeitet. Das macht das Ablösen grundsätzlich einfach. Wenn man mit Zeit gegen die potentielle Wassermenge vorgeht, dann benötigte ich nur wenig Wasser. Dazu wickle ich die Flasche in Stoff und schütte wenig Wasser über diese „Mumie“.
Schritt 6: Innerhalb von 2-3 Stunden ist das Etikett angelöst und kann mit wenig Aufwand abgezogen werden. Die Flasche mit einer geringen Menge Spülmittel abwaschen und auf den Kopf stellen. Im Winter kann die Trocknung  auf der hoffentlich breiten Heizung, beschleunigt werden.

Einlagerung

Die sauberen und komplett getrockneten Flaschen lagere ich mit einem leicht eingedrückten Korken. Das hat den Vorteil, die Sucherein nach dem Korken entfällt und das Flascheninnere bleibt sauber. Auch in meinem alten Keller mit hoher Luftfeuchte…

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