Anzuchtplatten – erste Erfahrungen

Anzuchplatte&Stapelkasten

Anzuchtplatten

Viele kleine Töpfe am Stück, da kenne ich nur Anzuchtplatten als Material. Ich musste feststellen, das es hier Massenware für Ex & Hopp Anwendungen, aber auch Mehrwegsysteme gibt. Die Ex & Hopp Teile sind aus so dünnem Kunststoff, das mehr als es der Name andeutet, wirklich nicht geht. Soll aus der Sicht der Kunden und des Herstellers auch nicht gehen. Bekommt man manchmal beim freundlichen Blumenhändler um die Ecke geschenkt. Ich hatte das auch schon einmal, sollte man liegen lassen !


Das Material meiner Wahl wird von diesem Lieferanten  hergestellt. Die Auswahl hier umfasst wohl mehr als 500 Varianten. Die Anzuchtplatten sind auf 10 Jahre Lebensdauer ausgelegt. Ich habe zwei dieser Platten im letzten Herbst kostenlos übernehmen können.

QP150 Platte
nein, auch dieses Mal wieder keine Provision – nur Information !

Mechanisches Umfeld

Zu den Anzuchtplatten gehören auch immer passende Bewässerungsplatten vom gleichen Hersteller. Für mein Anwendungsumfeld taugen die nichts. Sie sind darauf ausgelegt, auf einer ebenen Fläche zu stehen und haben daher auch nur einen sehr flachen Rand. Bei mir muss ich die Anzuchtplatte bewegen können, ohne jedes Mal dabei eine Überschwemmung zu riskieren.

StapeltransportkastenLeer
schöne Kästen, oder ?

Ich verwende sogenannte Stapeltransportkästen. Die sind sogar aus lebensmittel-freundlichem Polypropylen und bei mir schon seit 20 Jahren im Dauereinsatz. Kleiner Nachteil dieser Kästen, ihr Format passt nicht zu den von mir verwendeten Anzuchtplatten. Da die Anzuchtplatten aber wirklich sehr gute Qualität / Materialstärke haben, kann man sie mit der Metallbügelsäge passend zusägen (feines Sägeblatt) und die entstehenden Segmente sind mechanisch immer noch stabil! Ich weiß das tut eigentlich weh, geht aber nicht anders :(

Beschaffung

AnzuchtplatteRest
die Reste der Sägeattacke

Leider ist der Hersteller nicht an so Kleinstkunden wie mir interessiert. Einen Händler für Anzuchtplatten, welcher das verfügbare Sortiment umfänglich anbietet, habe ich noch  nicht finden können. Ist sicherlich eine Frage der MOQ (minimum order quantity) je Type Anzuchtplatte. Händler die QuickPot Platten anbieten gibt es im Internet schon. Das Angebot muss man als Kompromiss betrachten.
Ich würde welche als nahezu universell anwendbare Platte beschaffen wollen. Sie soll aus der Forderung nach Tiefe und Volumen einen Kompromiss bieten. Aus meiner Erfahrung wird die Entwicklung von Jungpflanzen mehr durch fehlende Wurzelraumtiefe, denn durch zu geringes Volumen beeinträchtigt. 7-10 cm Tiefe und 3-4cm Kantenlänge ist mein Kompromiss.

Düngen & Alternativen

Die ersten 3-4 Wochen kann der fehlende Nährstoffvorrat im Substrat durch leichte Flüssigdüngung ausgeglichen werden. Wer sich den Luxus gönnen kann sofort in 11er Töpfe zu pikieren, der hat auch genug Fläche die Töpfe unterzubringen. In Anlehnung an einen Werbespot kann ich da nur sagen:

„…ich habe gar keine Gewächshaus..“

Viele Pflanzen gleichzeitig

AnzuchtplattePflanzeEntnehmen
In Einzelbehandlung raus drücken

Die Anzuchtplatten gibt es in verschiedensten Ausführungen und damit schwankt dann auch die Anzahl Töpfchen pro Platte. Zuerst war ich bestrebt eine möglichst große Platte zu betreiben. Nach den ersten Erfahrungen mit dem Umtopfen habe ich meine Meinung geändert. 96 Pflanzen gleichzeitig aus der Anzuchtplatte zu hebeln macht für mich bisher nicht so richtig Sinn.
Wenn die Platte 40 – 50 Töpfchen enthält, stellt sich auch immer noch die Frage „… wer zieht gleichzeitig so viele Tomatenpflanzen ?“ Auch die Mischkultur von verschiedenen Arten ist am Stück nicht sinnvoll, denn die Entwicklung der jeweiligen Sorte verläuft unterschiedlich.

Meine Entscheidung daher, ich werde auf das Format 3×8 umstellen. Das ist ein guter Kompromiss zwischen Größe, Stabilität und Menge an Pflanzen einer Sorte. Die Zahl 8 Stück ist wiederum von der Breite der Stapeltransportkästen getrieben.

Pflanzerde

Bei der passenden Mischung für die Pflanzerde bin ich noch am Suchen. Die erste Mischung basierte auf 1-jährigem Laubkompost, vermischt mit Kompost aus Küchenabfällen und wohl zuwenig Sand. Diese Mischung erscheint mir noch zu fett. Fett im Sinne der Wasserdurchlässigkeit. Die Erde in den Töpfchen soll beim Umtopfen/Entnehmen der Pflanzen nicht zerfallen, da damit immer eine Störung der Wurzelbildung so auch des Wachstums verbunden ist.
Kontrolliert die Wurzeln kürzen ist bei einigen Sorten sinnvoll, dabei liegt die Betonung auf kontrolliert. Ich werde versuchen mehr Fasern in das Substrat zu bekommen. Eine zuverlässige Quelle abseits vom Torf muss ich erst noch finden. Auf jeden Fall muss die Erde nicht nur in die Töpfchen gefüllt werden. Ich habe sie mit einem klassischen Sektkorken als Stößel verdichtet.

weitere Beiträge die zu diesem Therma passen:

Kommentar verfassen

Du kannst die folgenden HTML-Codes verwenden:
<a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>