Praxisnahe Videos massenhaft

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Viele Themen

Über das Thema Pflanzenkohle bin ich auf diese Internetseite gestoßen. Erfreulicherweise als gemeinnützige Einrichtung betrieben und so 99% werbefrei. Natürlich machen einige Referenten auf ihre Fachgebiete und damit verbundene Firmen aufmerksam, aber sehr zurückhaltend.

Wie in der Überschrift angedeutet, bietet diese Internetseite echt massenhaft Videos zu verschiedensten Themen rund um Garten, Lebensmittelherstellung und Pflanzenkohle an. Die Seite mit Videos ist hier zu finden. Aber leider gibt es eine offensichtliche, kleine Einschränkung. Alles ist in englischer Sprache !

Schwankende Qualität

Die ersten Videos stammen aus 2012, wo wohl damit begonnen wurde die angebotenen Kurse mit der Videokamera aufzuzeichnen. Daher gibt es Vorstellungen von Themen die in bis 15 Segmente zerfallen. Man muss aber sagen, das die Damen und Herren über die Jahre immer professioneller geworden sind. Viele Videos sind jetzt geschnitten und die Moderatoren haben Funk-Mikrofone.

Es gibt aber immer noch auch die Abteilung UNCUT, also Videos als Rohmaterial. Trotz der kleineren Einschränkungen sollten Sie sich mal einen Beitrag aussuchen und den Inhalt bewerten. Sehr gut gemacht sind folgende Beiträge:

Ein weiteres, ungeschnittenes Video zum gleichen Thema findet sich hier. Achtung, 1h 38min Laufzeit von der Moderatorin Meredith Leigh

Sauer einkochen sehr gut dargestellt. Leider muss man das verwendete Glas + Deckel Material umsetzten in Twist-off Gläser. Die Moderatorin der Schulung rät zwar vehement von deren Verwendung ab, aber das reale Leben in Deutschland beweist das Gegenteil :)

Eine echte Gewalttour durch das Thema Kompostherstellung stellen diese 14 Teile mit über 3h gesamter Laufzeit. Je Teil ca 25min:

Wenn man sich die ersten 60min antut, kann man das beste was ich je zum Thema Sensen finden konnte, hier sehen. Wie in allen Videos lohnt sich hier auch ein Blick auf die Moderatoren und wie sie verschiedenste „Typen“ wiederspiegeln. (Latzhose, Rauschebart…) Larry Cooper (nicht Gary :) ) ist ein Überzeugter Botschafter in Sachen Sensen.

 

7 comments

  1. Monika

    Hallo Henry,
    die Werbung ist ziemlich nervig, da muss ich dir recht geben.
    Mir hat bei beiden der Ansatz sehr gut gefallen, mit minimalem Einsatz, was sowohl Material als auch Zeit angeht, ein optimales Ergebnis zu erzielen, ohne Einsatz von irgendwelchen Giften oder Kunstdünger. Stattdessen wird auf Mulchen, Gründüngung, (Wurm)Kompost, Laub, Kaffeesatz etc. gesetzt. Und Graben/Hacken ist tabu.

    Bei „I am Organic Gardening“, der sich das Laub auch per LKW von der Gemeinde anliefern lässt :-), gibt’s etliches an Theorie, was „Erde“ überhaupt ist, wie sie entsteht, was es mit dem Bodenleben auf sich hat und wie wichtig es ist, immer lebende Wurzeln im Boden zu haben. Gefallen hat mir z.B. auch sein „homemade crimper“, den er zum Eliminieren der Gründüngung gebastelt hat (https://www.youtube.com/watch?v=VxhUI4HRZOg). Der wird dieses Jahr bei uns getestet, nur Abschneiden klappt nämlich nicht, wie ich letztes Jahr erfahren musste.

    Wenn man dann sieht, was das alles bewirkt und wie die Erde sich verändert (z.B. hier : https://www.youtube.com/watch?v=YCtafUgoCX0), spricht das für den Erfolg dieser Methoden!

    Mit der Sprache hatte ich ziemlich zu kämpfen – bis ich dann drauf gekommen bin, dass man bei youtube auch Untertitel anschalten kann. Die sind zwar manchmal ziemlich übel, da automatisch übersetzt, helfen aber doch über einige Klippen hinweg.

    Es grüßt
    Monika

    • Henry

      Hallo Monika,
      das man mit den Gründüngern in besonderer Weise verfahren muss, habe ich in vielen Videos gesehen. Es gibt spezielle Walzen die das mit dem Umdrücken und anknicken der Stängel erledigen. Viele Pflanzen treiben beim bloßen Abschneiden wieder aus.
      Was habt Ihr denn für Gründünger verwendet ?
      Mit Roggen habe ich bisher noch nicht gearbeitet, obwohl er sich über den Winter geradezu aufdrängt und neutral gegenüber von Folgefrüchten ist. Bei Senfsorten ist das nicht der Fall.
      Übrigens finde ich das deutsche Wort Gründünger etwas misslungen, weil ja nur ganz wenige über die echte Düngewirkung funktionieren. Cover crop beschreibt das besser…
      Ganz pervers wird es dann, wenn die Bodenfräse kommt :((

      Gruß aus Barleben
      Henry

      • Monika

        Hallo Henry,
        gibt es denn solche Walzen auch für den Freizeitgärtner??
        Seit ca. drei Jahren sammeln wir unsere Erfahrungen mit den „unkonventionellen“ Anbau- und Pflegemaßnahmen.
        Im Herbst 2015 hatte ich erstmals Wickroggen (Mischung aus Winterroggen und Winterwicke) auf das Beet ausgesät, auf dem ich nächstes Jahr die Kürbisse setzen wollte. Anfang Mai habe ich alles einfach abgeschnitten – ziemlich erfolglos. Ich habe dann Kürbisse und die Gründüngung gemeinsam wachsen lassen und nur dort nochmal gestutzt, wo es nötig war. Sah nett aus, als die Wicke blühte :-) Ich glaube, den Kürbissen hat es nicht geschadet.
        Ansonsten noch alles Mögliche: Spinat im Frühjahr, der laut Gertrud Franck sehr gut für den Boden sein soll – ebenso wie der Senf. Letzterer ist immer prima gewachsen, der Spinat leider gar nicht, war vielleicht zu altes Saatgut. Auch Buchweizen (nicht so doll), Luzerne (die ging gar nicht auf, war wohl schon zu heiß), Inkarnatklee (war ok), diverse Mischungen und viel Phacelia – mein Favorit. Wächst gut, blüht wunderbar und die Bienen lieben sie…

        Viele Grüße
        Monika

        • Henry

          Hallo Monika,
          tatsächlich habe ich solche Walzen nur für den Schlepper (Trecker) gesehen. Für den Kleinanwender dürfte die Nachfrage zu gering sein, als dass sich jemand zur Produktion hinreißen läßt. Ich persönlich habe von 20 Jahren ein Stück Kunststoffrohr (50cm Durchmesser, 80cm Länge) mit Beton gefüllt. Als Achslager habe ich vor dem Füllen ein Eisenrohr mit Drähten in der Mitte des Rohrers fixiert. Ist als Rasenwalze geplant gewesen und auch sau schwer. Damit habe ich im Vorgarten auch schon einen Bestand an Senf platt gemacht (!) Hat gut funktioniert und war endgültig für den Senf. Für die normalen Beete ist das aber zu viel Gewicht. Da ist die Umtreten-Methode gewiss besser.
          Auch im Fall der ungeplanten Walnussflut im letzten Spätsommer, war es die beste Methode die Nüsse im Hof platt zu fahren um sie dann zu kompostieren.

  2. Monika

    Hallo Henry,
    apropos amerikanische Gartenvideos:
    kennst du diese beiden Kanäle schon? Beide sehr informativ!
    „OneYard Revolution / Patrick Dolan“ und „I am Organic Gardening“.
    Ein gutes neues (Garten)Jahr wünscht dir
    Monika
    PS: Danke für all deine Infos hier. Ist eine tolle Seite, mit VerLAUB gesagt!

    • Henry

      Hallo Monika,
      es hat fast einen Monat gedauert, aber jetzt habe ich mit mal die Zeit genommen und die beiden Kanäle anzusehen. Was mich bei beiden deutlich nervt, ist das die Werbung immer wieder zuschlägt. Aber ok im Internet ist nichts kostenlos… naja bei meiner Seite ist das Thema ausgesperrt :)

      Die Inhalte der Kanäle ist interessant, wobei mich am I am n’organic die knallige Farbgestaltung stört, aber es geht ja um den Inhalt. One Yard Revolution macht einen weniger reißerischen Eindruck. Die Darstellung von Themen ist sehr umfassend. Hier ist eine gutes Beispiel der Vergleich von Steinmehl und Laubkompost. https://www.youtube.com/watch?v=wf2t8HxJ7T4.
      Und noch einen Nutzen haben beide Kanäle – Training englischer Sprache (passiv) und Fachbegriffe aus der Gartenwelt, die sonst eher selten auftauchen.

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