Weidenwasser

Beim Ansehen dieses Videobeitrages aus der Quelle Living web farms, zum Thema Stecklingsvermehrung hat einer der Besucher gefragt ob denn auch „…willow water..“ helfen würde. Erst habe ich gedacht ich hätte mich verhört, aber dann hat der große Google tatsächlich interessante Treffer geliefert.

Gute Quelle

Dieser Link führt zu einem sehr, sehr ausführlichen Beitrag über Weiden und dann auch zu Weidenwasser. Die Vorzüge von Weiden werden sehr gut und umfassend beschrieben.

Ich würde mich freuen, wenn einige Leser sich zu einem Test veranlasst sehen würden. Ich kann Weidenwasser aus eigenem Anbau testen, denn ich habe reichlich Weiden im Garten. Bei der Entnahme aus der Natur Vernuft walten lassen! Da auch Trauerweiden verwendet werden können, findet sich vielleicht ein kooperativer Gartennachbar, der ohnehin seine Weide gerade schneiden wollte ;)

Für die Leser mit nicht ganz so stabilen Englischkenntnissen mache ich mal eine robuste Übersetzung zum Rezept der Herstellung und Anwendung, angelehnt an den oben genannten Beitrag. Obwohl man sich auch das eine oder andere Youtube Video in deutscher Sprache antun kann…

Herstellung

  1. Es scheint nicht wirklich wichtig zu sein welche Sorte Weide verwendet wird. Entscheidend ist die Verwendung von frischen, grünen oder gelben, diesjährige Triebspitzen. Dabei kann das Wort Spitze ruhig etwas weiter ausgelegt werden.
  2. von den Zweigen werden alle Blätter mit Stielen entfernt. Die Blätter scheinen mit der Zersetzung zu stark zu stören und kommen in den Kompost oder werden Mulch! Die nackten Äste werden dann in kleine Stückchen von ca 2,5cm  geschnitten.
  3. für den Auszug kann die Variante mit kaltem Wasser und einigen Tagen „ziehen lassen“ verwendet werden. Was einige Tage sind ist wohl unkritisch. Ich würde es bis max. 5 Tage ausdehnen. Für den Auszug mit kochendem Wasser ist die Einweichdauer scheinbar kürzer und kann mit „über Nacht“ bemessen werden.
  4. Mit dem Ende der Auszugswartedauer, wird das Wasser gefiltert und kann in verschlossenen Flaschen und im Kühlschrank bis zu 2 Monate gelagert werden. Eine andere Quelle im Internet sprach von portionsweise einfrieren.

Anwendung

Die wirksamen Hormone aus der Weidenrinde stimulieren die Wurzelbildung und die alarmieren die Abwehrmechanismen der Stecklinge. Daher werden die frisch geschnittenen Stecklinge in Weidenwasser mehrere Stunden stehen gelassen und dann in das Substrat gesteckt. Man kann das Weidenwasser wohl auch in der Bewurzelungsphase weiter als Gießwasser verwenden.

Sobald das Wetter endlich anhaltender gartentauglich wird, werde ich mir Opfer zum Testen suchen. Letzte Jahr hat sich die Mojito Minze bei der Bewurzelung von Stecklingen recht bockig angestellt. Könnte ein erster Kandidat werden.

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