Mulchen mit belaubten Ästen

Bisher übersehen

… habe ich tatsächlich die Möglichkeit kleine bis mittlere, belaubte Äste als Mulchmaterial direkt zu verwenden. Maximal wandern solche Äste bisher zum Kompost als Trampel-Mulch.
Letzte Woche habe ich auf dem schmalen Beet angefangen den Knoblauch zu ernten. Auf die freie Fläche kam gleich eine 10cm Schicht Heißkompost, natürlich schon abgekühlten !

Kein Heu auf Lager

Da ich gerade immer noch pleite bin (was Heu zum Mulchen angeht) kamen mir die abgeschnittenen Himbeerruten gerade recht. Zusätzlich konnte ich noch Holunder-, Linguster- , Weiden- und Fliederäste organisieren. Das entscheidende an den Ästen sind natürlich die frischen Blätter ! Im ersten Schritt wirken sie als Schattenspender und als Aufprallschutz bei Regen.

Heute nach einer Woche sind die Blätter bereits zu großen Teilen trocken und teilweise schon auf das Beet gefallen. Die verbleibenden Äste machen eine sperrige Oberfläche und sind für Amseln zu lästig um an den frischen Kompost zu gelangen.

Grobe Äste

Lange unbelaubte Abschnitte an den Ästen habe ich abgeschnitten. Die lassen sich schlecht in einen Verbund legen. Solange Äste anfallen kann man die erst einmal auf dem Beet „entlauben“ und erst dann zum Schreddern geben. Insgesamt verschiebt diese Zwischenlösung für die Äste das Problem die eigentlichen Äste zu behandeln und erschließt gleichzeitig bisher nicht genutztes Mulchmaterial.

 

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6 comments

  1. Andrea

    Danke für die tollen Tipps! :)
    Habe ich sofort probiert und bin sehr zufrieden mit der Lösung, da ich im Moment auch kein Heu auf Lager habe ;)

  2. Mischa

    Die Idee ist gut aber ich würde bei Kulturen die länger stehen die Äste vor der Pflanzung/Saat entfernen weil man ja doch oft über den Sommer mal „nachlegen“ muss wenn die Helfer den Mulch verspachtelt haben. Dann sind die Äste vielleicht im Weg, bzw. kommt der frische Mulch schlechter mit dem Boden in Berührung. Beschattet würde trotzdem aber der Effekt des Flächenkompostes ist weniger gegeben.

    Bei Deinen Ästen und zweigen fällt mir die Methode des Laubheues ein. Früher haben die Viehhalter nicht nur Heu aus Grasschnitt gemacht sondern haben auch belaubte Zweige von allen möglichen Laubhölzern getrocknet. Das wurde dann im Winter an die Tiere (Ziegen, Schafe) verfüttert.

    Herzliche Grüße aus dem schwülheißen Dresden!

    • Henry

      Hallo Mischa,
      vielleicht hätte ich den Begriff „Äste“ etwas einschränken sollen. Die von mir verwendeten Äste sind fast alle die obersten 50cm und damit schon moderat. Aber Du hast recht mit dem Hinweis, die Lebensdauer als Mulch ist kurz. Wenn das Laub auf dem Beet liegt ist es schon fast erledigt. Nur die leichte Amselsperre freut mich auch dann noch…
      Hier gehen die Temperaturen. Heute am Morgen gab es 6l/m² Regen schön ohne Stress. Ich habe die nächste Lieferung altes Heu bekommen und auf die gut beregneten Beete legen können. Was will man mehr, außer Urlaub !

    • Henry

      Hallo Heidi,
      die Frage ist gar nicht so falsch. Ich habe es ja erst einmal ausprobiert. Eine Kombination mit Nutzpflanzen kann schon sinnvoll funktionieren. Setzlinge von Kohl oder anderen mit einem „kleinen Stamm“ über der Oberfläche wachsende Arten können durch die Äste hindurch wachsen. Und wenn es nicht weiter stört, bleiben die halt bis zur Ernte.

  3. Heidi

    Die Idee finde ich sehr gut.
    Aber wie lange bleiben die Äste dort?
    Und wenn kleine Nutzpflanzen darunter wachsen, reisst man die nicht heraus, wenn man die Äste entfernt?
    MfG
    Heidi

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