Sommer-Heckenschnitt umnutzen

Frische Buchenäste

Immer wenn die Buchenhecke sich zu stark als Konkurrent in die Nutzung unserer Einfahrt einmischt, wird es wieder Zeit einen Rückschnitt vorzunehmen.
Und nach dem Schneiden, stellt sich die Frage nach der möglichst einfachen Verwertung. Als Gemisch aus dünnen Ästen und frischen Blättern scheidet die Weiterverarbeitung über den Häcksler aus. Die weichen Äste in den Häcksler zu schieben ist eine Strafarbeit und wenn sie dann endlich drin sind, dann verstopft die Schneidwalze gnadenlos. Die gesamte Masse ist einfach zu weich und „saftig“.

Effektiv oder faul ?

Die Äste in Stücke von max. 30cm geteilt, mehr Arbeit wollte ich nicht investieren. Dieses Jahr mit seiner Hitze ermöglichte besonders gut die Verwendung als Wegbelag. Innerhalb von 3-4 Tagen waren die Blätter voll durchgetrocknet und man konnte sie schön zerbröseln. Aber natürlich bin ich nicht absichtlich zum Zertrampeln der Blätter auf dem kleinen Pfad gelaufen. Nee einfach bei der ohnehin täglichen Bewegung im Garten ist das Zertreten der Blätter ein Nebeneffekt.

Frisch ausgestreut im August

Die vielen kleinen Ästchen verhindern das der entstehende Belag einfach nur eine feste Schicht wird. Sie lockern durch die Bewegung alles immer wieder auf. Die Äste der Buche sind so zäh, dass kaum welche zerbrechen. Das passiert erst in der nächsten Gartensaison.

schnell getrocknet
und jetzt im Oktober

Es läuft sich ein wenig wie auf einem Teppich. Insgesamt also ein „Arbeitszeitsparteppich“. Gut – gelegentlich wandert mal ein Ästchen weiter an Stellen wo es nicht hin sollte. Aber das ist vertretbar, gegenüber dem Zeitgewinn.

Unverständnis

Den wertvollen Rohstoff bis zum Herbst zu lagern um ihn dann zu verbrennen, darauf kommen jede Menge traditionsbewusste Kleingeister hier in der Umgebung zur Genüge. Selbst komplett trocken qualmt das noch. Unser neuer, populistischer und von Nachhaltigkeitsgedanken scheinbar völlig verschont gebliebener Landrat, hat dass wieder legalisiert. Zitat aus einer Pressemitteilung dazu: „… nicht kompostierbarer Grünschnitt darf …“
Diesen idiotischen Satzteil muss man sich mal auf der Zuge zergehen lassen ! Nicht kompostierbare Biomasse kann es überhaupt nicht geben, anderenfalls wären wir schon in eben dieser verschwunden.

Sorry – so ein Unfug kann nicht unkommentiert bleiben.

2 comments

  1. Henry

    Hallo Heidi,
    danke für den Profi ;)
    Also das mit den faulen Äpfeln halte ich für zu einfach, wenn man die unbedingt entsorgen muss. Einerseits haben die Äpfel eventuell ein lebendiges Innenleben. Da könnte es sinnvoll sein diese zu entfernen. Vorausgesetzt das man schnell genug ist und die Kerlchen noch im Apfel sind…
    Andererseits kann das Faulen nicht pauschal schlecht sein. Also ich lasse alles auf dem Kompost „umwandeln“.

  2. Heidi

    Das mit dem Unfug sind Worte, die aus meinem Herzen hätten kommen können.
    Ich hätte aber mal eine Frage an einen Profi: Nichtbrauchbare Äpfel liegen, und damit natürlich faulen und so ihrem Baum wieder zukommen lassen, oder, wie so oft beobachtet, ganz aus dem Garten entfernen?

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