Heu

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Das Material:

Im Gegensatz zum frischen Wiesenschnitt ist Heu die getrocknete Variante. Dabei kommt es nicht auf die Qualität als Futtermaterial an. Obwohl es beim Mulchen ja eigentlich auch verfüttern wird, kann schon die Ausgangsqualität „schlecht“ sein.

Vorteile:

  • Durch die Kombination aus Volumen und Gewicht kann es als Schutzschicht gegen wühlende Amseln verwendet werden und so andere, lockerere Mulch-Materialien schützen.
  • Es schützt den Boden beim Gießen gegen Verschlämmen, weil es den Wasserstrahl in kleine Teile trennt und dem Wasser so die Wucht nimmt. Das trifft auch auf die Wirkung von Regen zu !
  • es kann in dicken Schichten verwendet und immer wieder aufgelockert werden. Diese dicken Schichten verhindern den Aufwuchs von allen nicht zu beliebten Pflanzen. (Gegen Giersch hilft das aber auch nicht) Die Heuschicht animiert die unbeliebten Pflanzen relativ flach zu Wurzeln. So können sie leichter entfernt werden.
  • langsames Verrotten sichert lange Wirkung

Nachteile:

  • Wie alle Mulchabdeckungen puffert Heu das Regenwasser. Geringe Regenmengen gehen für die Bewässerung verloren.
  • Gleiches gilt für die Wirkung auf die Bodentemperatur. Hier muss man die Schichten teilweise oder ganz entfernen, wenn der Boden durch die Sonne erwärmt werden soll.
  • Als Rundballen eher nicht für den Kleingarten geeignet
  • Als Abdeckung nicht für feine Nutzpflanzen geeignet. Hier muss man eher durch die Heuschicht pflanzen, als mit Heu drum herum mulchen zu wollen.
  • kann Samen transportieren, die dann keimen und ungewolltes Grün bringen. Wenn man es positiv sehen möchte, ist das dann eine Form der Gründüngung. Nur muss man frühzeitig reagieren und die Pflanzen abdecken oder entfernen.

Beschaffung:

HeuballenAbrollen

  • Ein Material das eigentlich immer zu beschaffen ist.
  • Ist leider immer eine Frage des Preises. Ich bekomme meine Rundballen als Abfall aus der Heuproduktion. Wenn Ballen überlagert oder abgesoffen sind, dann sind sie oft kostenlos. Die Abnahme löst ein Problem beim Vorbesitzer und schaft damit eine klassische win-win Situation :)

Transport:

  • Je nach Verpackungsform eher schwierig. Eigentlich nur mit Anhänger oder durch Anlieferung zu erreichen.

Anwendung:

  • Lokaler Transport mit Schubkarre oder als Bündel mit 3×2 m Abdeckfolien.
  • Verteilung mit der Heu- oder Mistgabel.
  • Schichten bis 25cm Dicke beim Aufbringen. Rutsch durch Eigengewicht und Regen zusammen.
  • Sollte möglichst eine große Bandbreite an Halmdurchmessern bieten. Je besser die Heuqualität im Sinne des Futtermittels ist, umso schlechter ist es als Mulch zu verwenden. Weil es dann schneller und fester zusammen rutschen kann.
  • gut macht sich auch Heu mit einem Anteil Schilf, was bei der Pflege von Feuchtwiesenflächen gelegentlich anfällt. Hier ist von Natur aus die Vielfalt an unterschiedlichen Halmen gegeben.
  • Frische Lieferungen möglichst im Herbst. Dann kann es auf nicht genutzten Flächen im Winter ausgebreitet und so vorbehandelt werden (Feuchte, Frost)
  • sehr viele Beispiele für die Anwendung von Heu finden sich hier im Blog

Unverträglichkeiten:

  • Sind nur durch die mechanischen Eigenschaften gegeben, weil es nicht immer um Pflanzen herum angewendet werden kann.

Alle Beiträge zu diesem Thema hier im Blog auflisten

Nicht von der Werbung abschrecken lassen. Dafür das dieses Tool für Sie und mich kostenlos ist, muss man das als Gegenleistung akzeptieren.

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