Warum – zur Verdrängung

Ein beliebtes Argument für Mulch ist die Funktion „Unkrautunterdrückung“. Mal abgesehen vom fraglichen Wort „Unkraut“ wird diese Funktion auch überbewertet. Zur Unterdrückung sind wirklich dicke Schichten von 15-20cm notwendig. Und dann auch nur in der Wirkung auf das Keimen von Samen. Giersch, Winde, Kriechendes Fingerkraut und andere wurzelgetriebene Pflanzen lachen über Mulch, machen dabei aber einen entscheidenden Fehler zu unseren Gunsten. Sie verlagern ihre Hauptwachstumgszone weiter nach Oben in den Mulch und können damit viel leichter herausgezogen werden. Sie landen danach sofort auf der Mulchdecke und werden so selbst zu Mulch.

Man schafft eine Reduzierung, aber keine 100% Unterdrückung. Und natürlich melden sich Samen sofort wenn der Mulch entfernt wird. Dann muss man mit Tricks arbeiten. z.B. die eigentliche Einsaat 2-3 Wochen nach dem Öffnen der Mulchschicht zu planen und den ungewollten Samen erst einmal eine Chance zum Keimen zu geben um sie dann zur eigentlichen Einsaat zu „roden“.

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