Warum – zur Düngung

Das Thema Düngung wird über das Mulchen indirekt bedient. Keines der beteiligten Materialien wird direkt als Dünger wirksam. Die Wirkung hängt immer von der Zersetzung der organischen Materie ab. Über das WAS zersetzt wird, kann man sicher einen Einfluß auf die „Düngewirkung“ nehmen. Vielfalt im Angebot der Mulchmaterialien muss sein und stellt damit auch ein breites Angebot an Nährstoffen bereit.

Ein oft aufgeführtes Argument gegen Mulch ist die Tatsache, dass Stickstoff für eine Zersetzung als Treibstoff benötigt wird. Und daraus wird dann in den Texten immer geschlossen, dass Mulchen dem Boden Stickstoff entzieht. Jetzt kommt es aber auf den Bewertungszeitraum an, ob diese Annahme gut oder schlecht ist. Die Annahme stimmt nur, wenn man eine kurzfristige Bilanz zieht. Also den Bewertungszeitraum auf ein bis zwei Jahre beschränkt.

Mulchen ist aber ein dauerhafter Vorgang und dann kann die Bilanz überhaupt nicht negativ sein. Es wird ja ständig Material zugeführt und dabei ist auch Stickstoff. Leider kommt der Stickstoff auch in zu großem Maße über die Luft (leider – wegen der Wirkung auf Biotope die auf Mangel ausgelegt sind)

Wer dennoch Angst hat, sollte organischen Stickstoff über Hornspäne mit einbringen. Eine interessante Betrachtung ergibt sich, wenn man von einem Haufen mit frischem Wiesenschnitt ausgeht. Die eine Hälfte wandert als Nahrung durch ein Pferd in den Mist und die andere direkt durch Würmer und anderer Zersetzter in den Boden. Durch welchen Weg gelangen wohl mehr Nährstoffe in den Boden ???

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