Tauwurm Bauwerke

Laut Kalender ist eigentlich gerade nicht die Zeit sich mit Regenwürmern im Allgemeinen oder in meinem Fall mit dem Tauwurm (Lumbricus terrestris) im Garten zu beschäftigen. Aber aktuell ist ja alles ein wenig anders.

Immer wenn ich die Küchenabfälle zu meinem Komposter trage, dann haben sich wieder die Bauwerke der Tauwürmer verändert. Heute hatte ich mein Mobiltelefon dabei und so konnte ich die Bilder und die kleinen Video-Schnipsel zusammentragen.

Schlaue Würmer ?

Es ist schon erstaunlich was die Kerle in der Dunkelheit so alles zu sich in die Gänge ziehen. Jetzt im Januar sind von vielen Blättern nur noch die Stiele zu sehen. Das bedeutet aber, dass die Würmer eine ganz konkrete Vorstellung von der Form der Blätter haben müssen.

Sonst würden sie bestimmt beliebige Teile als Erstes zu sich in den Gang ziehen. Das ist aber bei Blättern nicht so. Das Laub liegt hier absichtlich als Bodenbedeckung und wird entsprechend von den Würmern umgenutzt. Die geknickte Hülle stammt von einer Roßkastanie.

Verwenden was erreichbar ist

Allerdings scheinen sie auch andere Formen zu packen und in Richtung ihrer Wohnröhre zu ziehen. Das ist auf dem Bild zu erkennen. Hier handelt es sich um eine Fläche frei von Gras, weil hier den ganzen Sommer über Heißkompost entstanden ist.

Schaut man sich die Sammlung rund um die Wohnröhre an, dann müssen auch die Brocken irgendwie interessant gewesen sein. Ein Teil davon wird sicher auch verwitterter Wurmkot sein, nur die Konturen der „Brocken“ sehen erst einmal nicht nach ausschließlich „Wurmschiss“ aus. Auf dieser Fläche sind auch nicht so viele Blätter im Angebot wie auf der anderen Fläche.

Video zur Verdeutlichung

Mit den Fotos einen räumlichen Eindruck zu vermitteln ist nicht möglich. Daher habe ich mit den Video-Schnipseln versucht die beiden Fälle zu beschreiben.

Und ich denke das meine neugierige Bewegung der Nahrungsmittel von den Würmern gut überstand wird. Schließlich trete ich auch auf diese Gebilde, wenn ich mal gerade nicht explizit auf deren Sinn achte.

Das Video hat an manchen Stellen eine gewisse „Unschärfe“, leider… Das iPhone ist eben keine Profi-Video-Kamera mit einem geeigneten Objektiv für Nahaufnahmen.  Um es besser zu machen, hätte ich mich auf den Boden legen müssen :(

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