Begrünung im November

Kontrastprogramm

Ich wollte erst die Überschrift „Bildstörung“ nehmen, weil das Bild zeigt im Vergleich zum Titel schon sehr deutlich etwas anderes. Hier sieht man einen klassisch gepflügten Acker bei uns hier „um die Ecke“. Man erkennt alle Merkmale die ich meinem Gartenboden nicht antun will. Der Boden wurde gewendet, der Boden wurde zur Überwinterung nackt gelassen – soll eine Frostgare fördern.

Die Frostgare kommt bestimmt auch, bleibt aber dann nur sehr kurz. Denn stabile Krümelbildung ist so nicht zu erreichen. Das Ergebnis konnte man in diesem Sommer sehen. 80l/qm Regen und eine tolle Teichlandschaft war entstanden…

24. November

Und das Pflanzenleben ist noch da. Was aber viel wichtiger ist, ist die Aktivität welche die Wurzeln der grünen Pflanzen im Boden noch am Laufen halten. Daher ist das Wort Begrünung oder Gründünger auch nur eine schlechte, aber populäre Wortwahl. Düngen passiert hier nur indirekt weil nur ganz wenige Pflanzen Stickstoff direkt im Boden anreichern. Viel wichtiger ist die Wirkung auf die Bodenstruktur und Humusbildung. Und die wird ausschließlich von der Lebensgemeinschaft an den Wurzeln hergestellt.

Photosynthese als Motor

Immer wenn Pflanzen Photosynthese betreiben, dann ist auch die Gemeinschaft im Boden aktiv. Das Bild mit dem nackten Ackerboden steht für Stillstand und Verlust. Hier sind hauptsächlich mechanische Effekte wirksam. Es muss also das Ziel sein dauerhaft grüne Pflanzen den Boden bedecken zu lassen. Und diese Pflanzen sollen auch wenn möglich an der gleichen Stelle wieder in den Nährstoffkreislauf eingebracht werden. Sie werden also nicht oder nur minimal von der Fläche entfernt. Ihr zweiter Nutzen im Frühjahr ist Mulch, den man nicht extra hinschleppen muss.

Trittbrettfahrer

Und noch ein netter Nebeneffekt der Dauerbegrünung freut den Gärtner. Denn wenn der Boden nach der Einsaat der Begrünungspflanzen schnell wieder mit Blattmasse bedeckt ist, dann haben viele „Unkräuter“ keine Chance. Denn eigentlich ist Umgraben und „Unkraut hacken“ gleichzeitig auch „Unkraut“ säen & aktivieren.

Und so könnte auch Ihr Gartenboden bedeckt sein

  • Aussaat: Mitte September, Phazelia, Wicke, Ölrettich, Mohn, Ringelblume,

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